Google Plus‘ Ende

Vor Jahren hatten wir uns einmal darüber ausgelassen, dass vor allem Facebook für die Marketingkommunikation kleinere Unternehmen nicht sonderlich erfolgsversprechend sei. Als logische Folge dieser Position taten wir Mai 2015 kund, dass wir Facebook den Rücken kehren würden. Etwas vorschnell, könnte man meinen

Damals stellten wir fest, dass durch den Hype, dass jedes noch so kleine Unternehmen, jedes noch so unbedeutendes Geschäft in Facebook präsent zu sein dazu führe, dass der eigentliche Vorteil des Netzwerkes verloren gehe. Zu dem käme auch, dass die großen Globalplayer aufgrund ihrer unbeschränkt anmutenden Werbebudgets, gerade dem kleinen Mittelstand in dem Netzwerk das Wasser abgraben. Was dazu führen würde, dass die Reichweite gerade der kleinen bei Facebook verringere.

Eine logische Folge ist gewesen, dass wir aus den damaligen Erkenntnissen heraus, uns aus Facebook zurückzogen. Jedoch nichtvollständig, denn wir hatten noch die Unternehmensseite im Netzwerk bestehen gelassen. Nur halt nicht mehr so wie vorher bedient.
Wie sich in den Jahren danach herausstellt, war zwar die Einschätzung hinsichtlich der Folgen der erfolgten und der damals noch nicht bekannten Änderungen auf Facebook schon alarmierend. Auch der Konkurrenzdruck durch die „großen“ mit einem für die meisten KMU phantastischen Budgets wurde nicht geringer, dennoch entwickelte sich die Relevanz Facebooks wie auch die anderen beiden Netzwerke Twitter und Google+ anders als gedacht.

Also unterlagen wir, wie die neben stehende Grafik deutlich zeigt, einer klassischen Fehleinschätzung. Obwohl wir uns in 2016 nicht mehr um Facebook direkt gekümmert haben, stieg in dem Jahr der Anteil der an unsere Website vermittelten Leser an. Facebook gewann bei uns also in gewissem Sinne Marktanteile, während Twitter und Google Plus stetig verloren. Logische Folge: Sich wieder um Facebook kümmern!

Gleichzeitig, und damit kommen wir eigentlich erst richtig zum Thema, haben wir uns von Google Plus endgültig und ziemlich leise getrennt. Nicht einmal en Posting, das wir das Netzwerk nicht mehr nutzen, haben wir verschwendet. Einfach so die Kommunikation eingestellt. Das war’s. Warum auch mehr, wenn man bedenkt, dass 2015 dieses, wenn auch „nur“ Platz drei, immerhin Traffic lieferte, welcher aber im Vergleich schnell bedeutungslos wurde? Scheint nicht einmal irgendwer gemerkt zu haben!

Google+ kam nicht in die Gänge

Das Netzwerk von Google kam nicht in die Gänge. Und das, obwohl aus unserer Sicht dieses sozialen Netzwerk die Vorteile von Facebook und Twitter vereint. Die Kommunikation an alle (Twitter) steht gleichwertig neben der Kommunikation zu nur wenigen (Facebook) nebeneinander. Zu dem gab es etliche innovative Ideen, die die Konkurrenz erst viel später einsetzte.

Leider war sich scheinbar Google selbst nicht im Klaren, was man mit der Facebook-Konkurrenz den so anstellen wolle. Wohin man denn will. Denn durch etliche Entscheidungen, bestimmte Teile des Netzwerks auszulagern und selbstständig zu betreiben, hat man viel Potential vernichtet und Google Plus unattraktiv gemacht. Der Hype war schnell vorüber. Nun dümpelt das Netzwerk vor sich hin, anstatt etwas Großes zu werden.

Aus unserer Sicht hatte das Google+ die Chance, gerade in der Geschäftswelt Fuß zu fassen. Nutzer mit höherem Bildungsstand, die von der platten Kommunikation, die sich auf Katzenvideos, Gewinnspiele, Onlinespiele etc beschränkt, abgeschreckt wurden. Die nicht ständig mit platter Werbung voll gemüllt werden wollten. Sie waren die, die scharenweise hätten in die Arme Googles rennen können. Und das auch getan haben — anfangs.

Die Nutzer von Gooogles Social Network stellten somit die ideale Zielgruppe für uns dar. Und wie man an dem Diagramm sieht, hatten wir die Zielgruppe auch getroffen. Jedoch durch die angedeuteten Fehlentscheidungen im Konzern, wurde nicht nur die Zielgruppe aufgeweicht, die Kommunikation niveauloser sondern auch die viele nicht gehalten.

Für uns ist Google Plus tot. Und das wird im Gegensatz zu Facebook in nächster Zeit zur Entfernung der Gewerbehelferseite in diesem Netzwerk führen. Also ein rigoroser Schlussstrich!

Twitters Aufleben

Auch Twitter entwickelte sich 2017 nicht so, wie man glaubt. Hier handelt es sich um ein von uns hausgemachtes Problem, zu dem wir an anderer Stelle etwas sagen werden. Nur soviel: Wer nichts postet, der kann auch nicht erwarten, dass Twitter ihm Nutzen bringt.

Twitter selbst war von uns gedanklich auch schon abgeschrieben. Inzwischen, auch wenn es die Grafik nicht widerspiegelt ist Twitter eigentlich das favorisierte soziale Kommunikationsmedium. Wenigstens in Richtung Push-Kommunikation.

Auch wenn das Netzwerk selbst an einigen Problemen knabbert, alleine das Erweitern der restiktiven 140 Zeichen auf 280 in diesem Jahr, zeigt, dass man sich hier endlich weiter entwickeln will. Twitters Vorteil aus unserer Sicht ist gerade das Teilen von kurzen prägnanten Infos. Ideal für alle, die schnell mal sehen wollen, was in der Welt los ist, die mal schnell News überfliegen möchten. Auch wenn dies ein Nachteil ist, weil die Aufmerksamkeit eines Tweets sehr kurz ist, kann man hier sehr viele erreichen. Unseres Erachtens ist die Verbreitung von interessanten Tweets schneller als bei Zuckerbergs Netzwerk. Daher sollte die Kommunikation auf Twitter ausgebaut werden.

Facebooks besonderer Nutzen

Facebook war gerade hinsichtlich der Zielgruppe für uns als irrelevant eingestuft worden. Wie schon eingangs verwiesen, sahen wir in Facebook aufgrund vielfältiger Änderungen und der beherrschenden Konkurrenz durch große Konzerne für kleine Unternehmen als ungeeignet an. Das kann man als Fehleinschätzung ansehen. Dennoch würden wir die Aussagen auch heut mit einigen Revidierungen wieder treffen.

Jedoch haben wir eine Erfahrung gesammelt, die uns dazu brachte, weiterhin Facebook nicht gänzlich im Marketing für KMUs abzuschreiben. Während Twitter für schnelle Kommunikation steht, wegen der wirklich kurzen Wahrnehmung in der Timeline, haben wir feststellen müssen, dass bei Facebook die Wahrnehmung in der Timeline der Follower nicht unbedingt gegeben ist, aber eigenartigerweise mit zeitlicher Verzögerung oder nach mehrfachen Posten der Links, Blogposts gelesen werden. Die Durchdringung bei Facebook dauert lange, braucht eine gewissse Penetration. Wenn diese jedoch erreicht ist, ist die Kommunikation nachhaltiger.

Fazit

Wir trennen uns von Google+. Im Gegensatz zu unseren einstigen Trennungsmitteilungen diesmal nachhaltig! Denn wer unserer Seite folgt, wird feststellen, dass wir z.B. die beiden Buttons zu unserem Google+-Profil gelöscht haben. Auch haben wir, die enstprechende Seite bei Google+ gelöscht.

Und nicht nur, dass die Gewerbehelfer im Google-Netzwerk nicht mehr zu finden ist, auch die unserer anderen Seiten sind inzwischen gelöscht. Unser Abschied ist also endgültig!

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