Nach Gerichtsurteil: Ist die Sofortüberweisung nun verboten?

Nachdem nun ein Urteil hinsichtlich der Sofortüberweisung gesprochen und veröffentlicht worden ist, gehen reißerisch Aussagen durch die Presse und das Netz, man dürfe zukünftig eine Sofortüberweisung nicht mehr als Zahlungsmethode anbieten.

Aber dem ist nicht so!

Zum einen Stand die Sofortüberweisung richterlich nicht zur Disposition. Und gleiches gilt für die pauschale Übertragung der Infragestellung anderer Zahlungsmethoden.

Zum Anderen ging es um die Art und Weise, wie die Sofortüberweisung angeboten wurde. Nämlich als einziges kostenloses Zahlungsmittel. Denn auf andere verfügbare Geldtransferwege wurden zusätzliche Kosten dem Kunden in Rechnung gestellt.

Und zum Schluss ging es um die Art und Weise, wie die Sofortüberweisung abgewickelt wird. Denn dieser Weg führt für den Kunden nur über einen Dritten, dem er Pin und Tan aushändigt und (in den meisten Fällen wahrscheinlich auch vollkommen) unwissentlich seine kompletten Kontodaten und Kontostände bei der entsprechenden Bank offenbart. Womit die Sofortüberweisung nicht zumutbar für den Kunden ist.

Das Landgericht Frankfurt hat mit dem Urteil (2-06 O 458/14) zu dem nicht alle Sofortüberweisung abgeurteilt. Lediglich das Vorgehen eines entsprechenden Anbieters dieser Dienstleistung wurde hier betrachtet, da der verklagte Webshop diesen nutzt.

Unser Tipp in Hinblick auf das Urteil: Lassen Sie sich jetzt als Betreiber eines Onlineshop nicht verunsichern. Prüfen Sie besonnen, welche Zahlungethoden Sie wie anbieten. Und in dieser Hinsicht prüfen Sie, ob Sie irgendwelche Kosten dieser Zahlungswege auf den Kunden abwälzen.

Wir gehen davon aus, dass die wenigsten Verkäufer im Internet betroffen sind. Denn in den seltensten Fällen wälzen Verkäufer die entsprechenden Kosten auf den Kunden ab. Und solange Sie dem Kunden verschiedene Wege anbieten, dabei nicht die Kosten auf ihn extra abwälzen, sind Sie von der Problematik weit entfernt.

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