Wie Sie mit Ihrer Website Geld verdienen können

Wer eine Website oder einen Blog betreibt, der will in der Regel an seine „Kunden“ etwas „verkaufen“. Diese Ware kann sowohl wissen, das eigene Unternehmen bzw. die eigene Person oder physische Produkte sein. Daher ist jede Website im weitesten Sinne nichts weiter als ein Versuch, eine „Ware“ an den Mann zu bringen, auch wenn es der Besucher der Seite auf den ersten Blick nicht merkt. Eine jede Website eines Unternehmens ist damit also mindestens indirekt zum Geld verdienen da.

Leicht – jedenfalls verhältnismäßig leicht – hat es ein Handelsunternehmen. Es erschließt über die Website einen neuen Markt, in dem auf der Unternehmensseite ein Shoppingsystem installiert wird. So kann (theoretisch) jeder kleine Kaufmann seine Waren schnell und einfach online an den Mann oder die Frau bringen. Und gewinnt dabei vielleicht sogar neue Kunden oder hält sich welche, die zur Online-Konkurrenz abgewandert wären.

Je abstrakter die Ware wird, desto schwieriger wird es, mit seinem Internetauftritt Umsätze zu generieren. Wie macht man es zum Beispiel als Beraterzusätzlichen Umsatz über die Website zu erzeugen? Oder wenn man als Privatmann über sein Hobby informiert? Hier wird es schwieriger, denn Wissen lässt sich nicht in den Warenkorb packen und per Post versenden. Daher müssen für solche Websites Wege gefunden werden, mit denen man zusätzliche Einnahmen generieren kann.

Heute möchte ich, verschiedene Ansätze anhand drei eigenen Webseiten beschreiben.

Die Berater-Seite

Auf den ersten Blick ist es für Seiten, von Beratungsunternehmen besonders schwer, zusätzlich Einnahmen zu der Beratungsleistung zu erzeugen. Diese Webauftritte sind in der Regel Vorstellungen vom Unternehmen, Darstellung des Leistungsspektrums etc. Gelegentlich – eigentlich immer häufiger – findet man auf den Seiten Angebote zu eBooks oder Seminaren, welche manchmal so reißerisch aufgemacht sind, dass sich die Frage stellt, ob es sich überhaupt um a) ein seriöses Angebot und b) seriöses Unternehmen handelt.

Das Angebot von Seminaren ist am Ende nichts weiter als die Erweiterung der Buchungsmöglichkeit der Berater. Beim Verkauf von – in der Regel eigenen — eBooks handelt es sich dagegen um einen Ansatz, der aus dem Handel entliehen ist: ein Online-Shop!

Wie eingangs schon gesagt, liefern Beraterseiten wissen. Wer über eine solche Website zusätzlich Geld verdienen will, kann dieses veröffentliche Wissen kostenpflichtig stellen. Das heißt: Ganze Artikel oder nur Teile dieser können Besucher dann lesen, wenn Sie vorher eine gewisse Summe abgedrückt haben. In wie weit dies erfolgreich ist, hängt sicherlich vom Bekanntheitsgrad des Unternehmens sowie der Bereitschaft der Kunden zum Zahlen ab. Zeitungsverlage versuchen es ja seit einiger Zeit durchzusetzen, aber scheinbar hält sich der Erfolg in Grenzen.

Schwierig ist auf jeden Fall, Werbung auf seinen Seiten zu schalten. Dies macht nicht nur die Seite und damit das Unternehmen unseriös. Es führt auch dazu dass im schlimmsten Fall, da ja idealerweise thematisch passende Werbung geschaltet werden würde, die potentiellen Kunden an die Konkurrenz abwandern. Auch Affiliate-Partnerschaften sind in diesem Zusammenhang eher ungeeignet, da man hier, um den Partner prominent platzieren zu können, eventuell die eigene Unabhängigkeit aufgibt. Denn man muss extra Seiten für das Produkt des Affiliates erstellen. Also eine Werbeseite!

Für die Seite „die Gewerbehelfer“ habe ich mich für einen Zwischenweg entschieden. Zum einen gibt es einen „Online-Shop“. Hierbei handelt es sich um ein Affiliate-Programm von Amazon (was in diesem Falle geht und nicht dem vorangesagten widerspricht!). Also eine Auswahl von themenbezogener Literatur, die über den Partner bezogen werden kann. Dafür bekomme ich bei erfolgter Bestellung eine kleine Provision. Vorteil dieses Vorgehens ist auch, dass über Amazon eigene Werke als Selfpublisher vertrieben werden können, was eventuell irgendwann einmal passiert. In diesem Fall würden die eigenen Werke auch in den Shop kommen und neben dem Verkaufserlös auch noch eine kleine Vermittlungsprovision zu Stande kommen. Also doppelt verdient.

Zusätzlich, da Werbung nur Image schädigend eingesetzt werden kann und ein Artikel verkauf technischen Aufwand bedeutet, habe ich mich zu dem Weg des freiwilligen Bezahlens entschieden. Hierzu ist auf jeder Blogseite der Flattr-Button eingebaut, über den jeder Besucher einen selbst bestimmten Betrag zahlen kann. Nachteil dieses Wegs ist, dass man hier sehr stark von der Bereitschaft der Besucher abhängig ist, nicht nur alles umsonst konsumieren zu wollen.

Die Erfahrungsweitergabe-/Test-Seite

Noch schwieriger ist es für Seiten, die Produkt- oder Leistungstests veröffentlichen. Auch hier fallen bestimmt Wege zum Geld verdienen definitiv weg, wenn man glaubwürdig bleiben möchte.

Leider sieht man es bei alt eingesessenen Seiten, wie z.B. Dooyoo.de, immer wieder, dass man versucht mit Werbung oder Affiliates, Preisvergleichen etc. Geld zu verdienen. Meines Erachtens geht hierbei die Ehrlichkeit und damit die mögliche Reputation der Seite verloren. Denn wer sich bei einer solchen Seite von Werbekunden (und selbst Preisvergleiche sind nichts weiter als gekaufte Werbung) abhängig macht, kann sich nicht schlecht über Produkte und Leistungen seiner guten Werbekunden auslassen. Er würde diese ja verlieren!

Daher fallen alles Wege, die irgendwie als Werbung angesehen werden können für solche Seiten weg. Gleiches gilt auch für einen Shop, da der Verdacht entstehen kann, dass für alle in diesem angebotenen Artikel gute Erfahrungs- und Testberichte geschrieben werden.

Aus diesem Grund muss man hier von Werbung jeglicher Art Abstand nehmen. Im Falle der Konsumhelfer.de haben wir vollkommen darauf verzichtet und versuchen die Kosten über Flattr-Spenden zu decken.

Die Info-Seite

Leichter haben es die Info- und Hobbyseiten. Hier ist es, je nach Ausrichtung, möglich, das komplette Register der Umsatzgenerierung zu ziehen. Sowohl Werbung, als auch Affiliate, ein Shoppingsystem etc., kann hier umgesetzt werden. Jedoch muss man aufpassen, dass man es nicht übertreibt, da es sich sonst negativ auf das Image auswirken kann. Und auch hier besteht die Gefahr, dass der Eindruck entsteht, man sei nur Sprachrohr für einen bestimmten (Werbe-)Kunden.

Bei Valuezio.de verwende ich daher drei Wege. Der eine, wie schon beiden anderen beiden Projekten, ist der Flattr-Button für eine freiwillige Bezahlung. Aber auch eine Werbefläche ist zu finden sowie verschiedene Werbelinks (Affiliate-Partnerschaften) sind in die Texte eingebaut. Um eine Unabhängigkeit und Neutralität zu gewährleisten, wurde

  1. hinsichtlich der Werbefläche auf Googles AdSense zurückgegriffen, da dieses System die Seiten analysiert und entsprechende Werbung zu spielt. Hier verdient man zwar weniger, als wenn man die Werbefläche selbst vertreibt, hat aber dafür keine Vertriebsaufwand und – was wichtiger ist – keinen Einfluss auf die angezeigte Werbung.
  2. Hinsichtlich der Textlinks ein internes Programm verwendet, das bei bestimmten Begriffen bestimmte Affiliate-Links einbaut. Da hierbei maximal drei solcher Werbe-Links verwendet werden und zu dem etliche Begriffe mehreren unterschiedlichen Werbepartnern zu gewiesen sind, ist beim Schreiben des Artikels weder bekannt, welcher Begriff verwendet und welcher Link zu gespielt wird. Auf diese Weise kann kein Artikel für einen Werbepartner speziell geschrieben werden.

Fazit

Sie sehen, es gibt verschiedene Wege und Kombinationsmöglichkeiten, zusätzliche Einnahmen über Ihre Website zu generieren, auch wenn diese in erster Linie Informationen transportieren soll. Sie müssen sich jedoch vor der Umsetzung Gedanken machen, welcher Weg sinnvoll ist und der Website am wenigsten schadet. Nur das Geld verdienen zu sehen, reicht bei weitem nicht.

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