Ist eine mobile Website wirklich nötig?

Wer eine Website für seine Firma bzw. Marke aufbaut, wird immer wieder darauf hingewiesen: Die Seite muss für mobile Geräte lesbar sein! Denn die Nutzer würden heute eher mobile Geräte verwenden als Notebooks oder Desktops – also die klassischen PCs. Vor allem Google „zwingt“ einen regelrecht dazu, die Seiten für mobile Geräte zu gestalten, will man im Ranking gut dastehen.

Aber ist das wirklich so? Ist es wirklich unerlässlich, eine mobile Seite zu haben?

Dass nicht jeder Trend im Internet immer von Dauer geprägt ist, ist wie im normalen Leben ja bekannt. Und daher stellt sich die Frage, gilt dieser von Google seit einiger Zeit propagandierte Trent wirklich? Muss wirklich jede Website unbedingt von mobilen Endgeräten, die nicht Notebooks, Laptops oder Netbooks sind perfekt dargestellt werden?

Mobile Webseiten sind wichtig

Wer im Netz präsent sein will oder ist, muss seinen Lesern die Möglichkeit geben jederzeit von jedem Ort und jedem Endgerät aus das Angebot konsumieren zu können. Wer seinen Kunden – und das ist in diesem Fall zu nächst einmal jeder, der die Website aufruft – diese Möglichkeit nicht gibt, ist schnell weg vom Fenstern.

Es ist daher einleuchtend, dass man sein Angebot nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch auf die Zielgruppe ausrichtet. Wenn diese Smartphones oder Tablets als Endgeräte präferieren, dann muss das Angebot zwingend so dargestellt werden, dass die Kunden mit diesen den Inhalt konsumieren, den Shop bedienen können. Und diese Geräte setzen sich immer mehr durch.

Folglich ist, wenn man sich seine eigenen Trackingzahlen ansieht, es nicht verwunderlich, dass diese handlichen Endgeräte oft auf die Website zu greifen. Dies können wir schön anhand der Zahlen von Konsumhelfer.de sehen. Smartphones machen hier einen Anteil von 51% der Endgeräte aus. Zusammen mit den Tablets kommt man sogar auf fast 60%. Die klassischen Desktops (bzw ihre tragbaren Verwandten) liegen hier nur bei 40%.

Wen in diesem Fall keine mobile Seitendarstellung existieren würde, wäre die konsumhelfer.de wahrscheinlich nicht so erfolgreich, wie sie ist. Schließlich würden die mobilen Nutzer das Angebot nicht nutzen. Oder, wenn Sie sich darauf verirren, recht schnell wieder verschwinden.

Mobile Webseiten sind unwichtig

Das vorher Gesagte ist schön und gut. Mobile Darstellungen von Internetauftritten braucht man nicht unbedingt. Die Bereitstellung die kann eine vollkommen sinnlose, Zeit und Kosten fressende Verschwendung sein.

Wenn wir uns die Trackingergebnisse von die.gewerbehelfer.de an sehen, sehen wir für das Jahr 2019 derzeit, dass fast zwei Drittel der Besucher die klassischen Endgeräte nutzen. Etwas mehr als ein Drittel verwenden die von vielen als so relevant eingestuften, mobilen Geräte.

So what? Warum sollte für die.gewerbehelfer.de eine mobile Variante bereitgestellt werden? (Es besteht eine!) Schließlich nutzen doch nur 36% der Besucher diese Geräte. Ein absolutes Muss lässt sich hier nicht ableiten.

Was man beachten muss!

Google schert unseres Erachtens die Webseiten alle über einen Kamm. Natürlich teilweise auch, weil man es nicht (noch) nicht besser kann. Die obigen Beispiele zeigen es.

Mit welchen Endgeräten Zugriff auf Ihren Webauftritt zugegriffen wird, hängt nicht unbedeutend von Ihrer Ausrichtung und Zielgruppe ab. Mit den genannten konsumhelfer.de und die.gewerbehelfer.de haben wir zwei annähernd vergleichbare (hinsichtich der Zahl der Besucher) Auftritte betrachtet. Während bei dem einen die stationären Endgeräte (inkl. Notebooks) überwiegen, sind bei dem anderen die mobilen verstärkt in Verwendung.

Wenn man die Zielgruppe ins Spiel bringt, dann wird schnell deutlich, dass im Rahmen der privaten Nutzung mobile Geräte Vorrang haben. Bei beruflicher/geschäftlicher Nutzung die klassischen Geräte Vorzug finden. Wer die Menschen beobachtet, wird dies bestätigen: Sobald man „freie“ Zeit hat, z.B. in Bus und Bahn, im Wartezimmer etc., zücke wir unser Handy und beschäftigen wir uns mit dem, was im World Wide Web geboten wird. Mehrheitlich privat. In den wenigsten Fällen werden dabei wohl geschäftliche/berufliche Informationen gesammelt.

Sobald man jedoch beruflich recherchiert, wird man eher den PC nehmen.

Konsumhelfer.de deckt eher den privaten Bereich ab, die.gewerbehelfer.de den Geschäftlichen. Daher sind diese Verteilungen nicht verwunderlich.

Sollte man auf die mobile Darstellung verzichten?

Ein klares „Nein!“.

Was wir bisher gemacht haben, ist eine Zeitpunkt bezogene Betrachtung. Schaut man sich nämlich die Entwicklung der Verteilung an, so sieht man bei beiden Webpräsenzen, dass die Entwicklung hin zum mobilen Endgerät vorhanden ist. Jedoch unterschiedlich schnell ausgeprägt. Und vielleicht auch mit einer „Sättigung“.

Beide Angebote hatten 2015, als die mobilen Websites aufkamen, noch mehrheitlich Desktop-Nutzer unter ihren Besuchern. Bis jetzt nahm dieser Anteil ab; jedoch unterschiedlich schnell ab und ist inzwischen teilweise stagnierend. So, dass sich die genannten Rückschlüsse erhärten:

  • Mobile Endgeräte werden meist zum privaten Surfen genutzt
  • Geschäftliche/berufliche Recherchen erfolgen (derzeit) noch hauptsächlich über die klassischen Endgeräte
  • Mobile Darstellungen sind in keinem Fall irrelevant

Verwendete Geräte (in %) der Besucher von die Gewerbehelfer

Verwendete Geräte (in %) der Besucher von Konsumhelfer

Wir bestreiten jedoch auf Basis dieser Zahlen, dass es unbedingt nötig ist, mobile Websites bereit zustellen bzw. zu betreiben. Nicht in allen Fällen verwenden die Internetnutzer mobile Geräte. Die Nutzung ist von der Zielgruppe abhängig!

Davon abgesehen ist es jedoch sinnvoll, auch die Besucher einzusammeln, die nicht mit den für die Zielgruppe typischen Geräten bei Ihnen vorbeischauen.

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