Mit Hashtags von Ereignissen und Events profitieren, auch wenn man nicht Sponsor ist

Sportliche Events (und nicht nur diese) sind für das Marketing nützlich. Aus diesem Grund wird Werbung bei entsprechenden Großereignissen entsprechend gestaltet, das Sortiment angepasst, besonderer Rabatte gegeben etc. Profitieren tun jedoch nur die großen Konzerne und Unternehmen, oder?

Es ist schwierig. Schließlich kann nicht jeder seine Produkte zum Beispiel WM-tauglich umgestalten. Nicht jeder hat ein entsprechend geeignetes Werbebudget. Auch fehlt kleineren Unternehmen vielfach die Sicherheit, dass man nicht in lizenzrechtliche Konflikte gerät. Und zu guter Letzt sind manche Produkte auch nicht gerade eventtauglich.

Was soll also ein kleines Unternehmen machen, dass von einem regionalen, nationalen oder internationalen Event (und muss ja nicht unbedingt ein sportliches sein)profitieren will? Wir wollen hier nicht den Bäcker betrachten, der einfach ein Fußballbrötchen verkauft oder seine marmorierten Kekse in Fußball-Taler umbenennt, betrachtet werden, sondern die, die eigentlich mit Ihrem Sortiment nicht so recht hineinpassen. – Zum Beispiel auch wir. Und, bevor jetzt so richtig losgelegt wird bitte beachten: Das hier sind Gedankenspielereien, die keinerlei Anspruch haben auf Vollständigkeit haben. Auch sind diese vielleicht (oder eher sicherlich) nicht wirklich etwas Neues, auf was noch niemand gekommen ist.

Nützlich in der Hinsicht sind die sozialen Netzwerke. Hier kann man, wie ja schon des Öfteren gesagt, gerade als kleines Unternehmen Marketing relativ günstig betreiben. Der Vorteil der Events ist hierbei, dass sich viele Leute dafür interessieren und man die Chance, als kleines Unternehmen besser Gehör finden kann. Wenn man es richtig anstellt.

Richtig anstellen heißt in diesem Fall, irgendetwas mehr oder weniger direkt zum Event passendes Posten und den passenden Hashtag verwenden. Zum ersteren kommen wir etwas später. Den Hashtag schauen wir uns jetzt erst einmal genauer an, denn wer auf einen Event-Zug aufspringen will, muss sich hier etwas vorbereiten.

Was Hashtags sind, wird jetzt mal nicht erklärt. Aber für alle, die sie noch nicht nutzen, das sind diese Wörter, Buchstaben-Zahlensalate etc., die dieses komische „#“ vorangestellt haben. In unserem Fall muss man die Hashtags verwenden, die gängig sind. Zum Beispiel: #WM2014 (auch kleingeschrieben) für die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien oder #sotchi2014 für die Olympischen Spiele. Auch #dfbpokal, #cl (Champions League), #f1, wahl2017 etc. sind denkbare gängige Hashtags, die man für sein Marketing verwenden kann.

twittertrends

Trendangabe von Twitter. Zu finden u.a. auf jeder Startseite eines Twitteraccounts

Die Frage ist nur, wie kommt man an diese dran. Dazu muss man sich bei den Netzwerken etwas informieren. So zeigt zum Beispiel Twitter auf der nutzereigenen Startseite „Trends“ an (Beispiel im Bild). Aber auch über verschiedene Websites (z.B. Hashtags.org) kommt man an aktuelle. Und zu guter Letzt führen auch manchmal die Veranstalter der Events selbst Hashtags ein, so dass man nur bei diesen nachsehen muss.

Von der Entwicklung eigener Hashtags sollte Abstand nehmen. Da kleinere unternehmen selten ausreichend Follower haben, um diese gut zu streuen, verpufft die Reichweitenwirkung dieser. Man kann versuchen, Eigenkreationen mit gängigen zusammen einzusetzen und hoffen, dass diese eigenen sich dann irgend wie „einbürgern“, aber eher unwahrscheinlich. Zu dem Thema Hashtag, möchte ich auf den Artikel „Facebook Hashtags und die Auswirkung auf die organische Reichweite“ von future.biz verweisen, der genauso für Google+ als auch für Twitter oder alle anderen Netzwerke, die Hashtags erlauben seine Gültigkeit hat.

Wenn wir nun den passenden Hashtag haben, benötigen wir noch Posts. Da das Unternehmen nun jedoch nicht direkt mit dem Event zu tun hat, kein Teilnehmer oder Sponsor ist, müssen wir uns was Entsprechendes ausdenken, wie wir das Unternehmen mit dem Event zusammenbringen. Die Posts müssen passend sein!

Aber dafür findet man Ideen, die hier mal angeschnitten werden, und ich erhebe keine Eigentumsrechte. Also vielleicht ausprobieren und Rückmeldung geben.

➤ Es lässt sich schwer ein Steak, eine Wurst oder ein Salat nach einem Event benennen. Aber zum Beispiel in Verbindung mit den Grillfeiern zu Fußballwelt- oder -europameisterschaften kann man hier Tipps zum Würzen des Fleischs nach nationaler Art der Gegner der nächsten Partie verbreiten und mit dem Hashtag versehen. Also ein Schweinebauch nach Gaucho Art (oder ist der lieber Rind?), Steak Italiano etc.. Auch Grillsaucen, Beilagen und Salate könnte man so an den Mann bringen.

➤ Veröffentlichen Sie doch einfach Bilder der letzten Siegesfeier in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Gaststätte. Und immer wieder das Hashtag verwenden.

➤ Als Gastwirt weisen Sie doch auf Ihr „Public Viewing“ in Ihrem Biergarten hin. Hashtag nicht vergessen… und vielleicht auch den Verlierern ein Bier ausgeben?

➤ Sie haben Sportbekleidung mit Werbung? Dann mischen Sie sich doch bei der nächsten Sportveranstaltung unters Fanvolk und posten Fotos von sich und den Jubelnden. Wenn Sie ganz frech sind dann mischen Sie sich auch unter die Sportler und jubeln mit denen oder tun so, als ob sie mit machen würden… Hauptsache, das Firmenlogo ist zu sehen. Und das richtige Hashtag ist verwendet.

➤ Zufällig Sponsor eines Fußballvereins, aber leider nur von der D-Jugend? Egal, wenn es sich um einen bekannten Verein handelt, nutzen Sie doch einfach deren Hashtags und berichten Sie als stolzer Sponsor über das D-Jugendspiel. Reichweite ist gewiss, wenn es ein bekannter Verein ist.

➤ Auch lässt es sich auf der Siegeswelle gut mitfahren. Einfach in die Reihen der Gratulanten zum Meistertitel oder einer Goldmedaille einreihen. Und den richtigen Hashtag nicht vergessen.

Haben Sie auch noch Ideen? Dann setzen Sie sie einfach um (und vielleicht berichten Sie hier sogar darüber). Durch die richtigen, allgemein verwendeten Hashtags wird Ihnen eine größere Durchdringung des Sozialen Netzwerks garantiert. Jedoch, und diese Kehrseite muss man auch ansprechen, garantiert dieses keine proportional höhere Reichweite oder höhere soziale Interaktion, denn Sie werden nicht unbedingt der einzige sein, der diese Hashtags benutzt. Seien Sie daher bei Ihren Posting-Inhalten kreativ, um so auch noch Aufmerksamkeit über die Inhalte zu erhalten.

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Über Andreas Behling

Dipl.-Kfm. Andreas Behling studierte in Berlin an der Freien Universität Berlin Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing und Produktionswirtschaft. Schon in den 1990er Jahren beschäftigte er sich mit dem Internet, erstellte Websites und sammelte Erfahrungen in Bereich der Online-Werbung. Nach dem Studium war er mit dem Online-Marketingcontrolling eines großen Versandhauses, später mit dem Risikomanagement (interne Revision, Controlling) des stationären Handels und einem mittelständischen deutschlandweit tätigen Handwerksbetrieb betraut. Zu dem hat er Erfahrungen im Direktvertrieb sowie dem Personalmanagement gesammelt.

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