Push-Kommunikation: die günstige Lösung für KMUs

Wenn man den Worten vieler Social Media und Marketingberatern glauben schenken darf, dann wollen heutzutage Kunden anders über Produkte und Unternehmen informiert werden als noch vor einigen Jahren. Nach diesen Beratern wollen Kunden mit Unternehmen kommunizieren und nicht, wie in der Vergangenheit, mit „Werbung“ bombardiert werden.

Folglich hat man diversen bekannten Marken die Sozialen Netzwerke aufgequatscht. Gleichzeitig jedoch genau die eigenen Aussagen ad absurdum geführt: Die Kommunikation in den Netzwerken – vor allem in dem weitverbreiteten Facebook – war weiterhin einseitig vom Markenträger zum Kunden. Lediglich die Art der Kommunikation hat sich geändert. Sie lief übers Netz. Man hat nicht mehr direkt gesagt, wie toll das Produkt ist, sondern die Kunden mit diversen Gewinnspielen und Zugaben, lustigen Filmchen etc. zunächst auf die Profilseiten gelockt und dann fleißig mit den Vorteilen des Produktes mehr oder weniger offen befüttert. Die Kommunikation verlief und verläuft über diese Werbeträger weiterhin nur in eine Richtung: Vom Hersteller/Markenträger zum potentiellen Kunden.

Es hat sich somit lediglich das Werbemedium geändert. Nicht jedoch die Kommunikationsart. Auch wenn – je nach Marke und Unternehmen – die sozialen Netzwerke manchmal auch als Servicehotline dienen.

Für uns KMUs stellen die Netzwerke eine Möglichkeit dar relativ günstig Werbung zu machen. Aber dieser Werbeweg ist ziemlich zweischneidig. Denn obwohl günstig, erreicht man als relativ unbekanntes mittelständisches Unternehmen nicht die gewünschte Masse an möglichen Kunden (Wer die Marke nicht kennt, wird dem Profil nicht folgen!). Zu dem weiß man aufgrund der geringen Followerzahlen auch nicht unbedingt, ob sich die eigene Zielgruppe wirklich im gewählten Netzwerk und wenn sie in diesem vorhanden ist, zu welchem Zeitpunkt sie im Netzwerk aktiv ist. Um an die nötigen Erkenntnisse zu gelangen, müssen KMU wiederum Kapital aufwenden, welches eventuelle nicht vorhanden ist.

Gerade die Frage nach dem Wann macht das (Um-)Werben von Kunden schwierig. Dies galt und gilt im Rundfunk / Fernsehen, wie in den sozialen Netzwerken. Diese Erkenntnisse verdeutlichen aber auch, warum Sie in den Werbeerfolg in den Sozialen Netzwerken vermissen werden.

Push-Kommunikationsmittel

Für KMU gibt es im Netz – unseres Erachstens – nur zwei Möglichkeiten, per Werbung Bekanntheit zu erreichen.

  1. Man greift bei der „klassischen“ Werbung auf Banner, Buttons und Suchmaschinen-Platzierungskäufen zurück
  2. Man nutzt Push-Kommunikationsmittel

In beiden Fällen macht man sich von den Zeiträumen, wann die Zielgruppe im Netz aktiv ist, unabhängig. Die klassische Online-Werbung wird nur dann aktiv, wenn der Kunde den entsprechenden Werbeträger aktiviert. Die Push-Kommunikation empfängt die Zielgruppe garantiert zu dem Zeitpunkt, zu dem sie Online ist, ohne dass Sie genau zu diesem Zeitpunkt kommunizieren müssen.

Wovon reden wir hier, wen wir von Push-Kommunikation sprechen?

Wir sprechen unter anderem von Newslettern, WhatsApp und andere, RS-Feeds. Teils „alte“ Verbreitungswege. Aber gerade für KMs weiterhin wichtige!

Aktive Push-Kommunikation

Newsletter

Vorteil von Newslettern liegt auf der Hand. Da es sich um Emails handelt, kann man hier den Kunden mit längeren Texten auf Leistungen und Produkte hinweisen und über diese informieren. Bilder veranschaulichen und lockern auf, Links führen zur Website, weiteren Informationen , den Onlineshop etc.

Nachteile dieses Kommunikationsweg liegen vor allem in der Voraussetzung des Empfangs eines Newsletters. Sie sprechen nur (potentielle) Kunden an, wenn diese Ihnen mit der entsprechenden Genehmigung versehen eine eMail-Adresse hinterlassen. Der Empfänger muss also schon einmal mit Ihnen in irgendeiner Weise mit Ihnen in Verbindung / Kontakt gestanden haben.

WhatsApp und andere Messenger

Egal welchen Messenger sie einsetzen, auch er leidet an den Problemen des Newesletterversands; hat aber auch im Gegenzug die gleichen Vorteile.

Jedoch kommt hier nicht selten ein weiterer Nachteil beim Empfänger hinzu: Der Empfänger muss die entsprechende App nutzen! Eventuell gibt es auch Nachteile auf der Seite des Versenders.

Messenger gibt es viele.

  • Die SMS ist der älteste, inzwischen teuerste und am wenigsten genutzte Kommunikationskanal. Zu dem kommen hinlängliche Nachteile wie Zeichenbegrenzung oder die fehlende Möglichkeit Bilder, Filme oder Podcasts an den Empfänger zu übermitteln.
  • WhatsApp ist der bekannteste und weiterbreiteste. Seine Nachteile liegen im technischen beim Sender. Es werden, um die anderen genutzten Telekommunikationsgeräte nicht zu blockieren eine eigene Rufnummer und ein nur für den Messenger genutztes Mobilgerät benötigt. Sollte ein Kunde diesen Messenger nicht nutzen, ist er nicht erreichbar. PC-Nutzer bekommen erst seit kurzem nur unter größerem Aufwand die Nachrichten.
  • Googles Hangouts fristet ein Schattendasein. Nutzer von PCs können diese Nachrichten nur unter größerem Aufwand empfangen.
  • Pushbullet ist ein Messenger, der plattformübergreifend arbeitet. Der PC-Nutzer kann die Nachrichten übe eine App oder ein Browser-Plugin empfangen. Mobilgeräte benötigen zwingend die App. Der Vorteil liegt hier beim Senden: Mit Pushbullet kann der RSS-Feed ohne großen Aufwand ausgelesen und verbreitet werden.
  • Ähnlich Pushbullet ist Telegram. Hier gibt es für jedes System entsprechende Apps. Eine eigene Hardware zum Versenden ist daher nicht nötig und bietet somit einen Vorteil zu anderen Messengern. Jedoch ist bei PCs nötig, dass er im Hintergrund läuft. Will man RSS-Feeds verbreiten, muss entsprechende Bots entwickeln.

RSS-Feeds

RSS-Feeds – eigentlich keine richtige aktive Pushkommunikation – benötigt Feed-Reader bei den Abonnementen oder ein Möglichkeit diese in andere Kommunikationswege (z.B. Pushbullet, Facebook. Twitter etc.) zu streuen. Je nach Lösung, ist das Erreichen der Kunde ungewiss

Passive Push-Kommunikation

Passive Wege sind die klassischen Werbewege im Online. Also Banner, Buttons gekaufte Links in Suchmaschinen. Vorteile liegen hier in der Unabhängigkeit von der Zeit. Dafür muss man den richtigen Werbeträger auswählen und bei den Suchmaschinen die richtigen Keywords auswählen Zu dem kommt, dass diese Werbewege nicht selten teuer werden, da gute Werbeplätze sehr begehrt sind.

Fazit

Da es KMUs schwerfällt ausreichend Manpower bereitzustellen um die bekannten sozialen Netzwerke ausreichend, zielgruppengerecht und zur richtigen Zeit mit Werbung/Informationen zu bedienen, bleiben nur Push-Kommunikationswege offen. Werbung im Netz zu schalten ist teuer, erreicht aber auch potentielle Kunden, die einen noch nicht kennen. Messenger und Newsletter bieten den Vorteil, dass man bei der Kommunikation nicht mehr unbedingt auf den Zeitpunkt achten muss. Der Kunde sieht die Nachricht zu der von ihm bestimmten Zeit.

Welche Lösung Sie verwenden, obliegt Ihrer Entscheidung und Strategie. Für KMU ist jedoch die Push-Kommnunikation außerhalb der Sozialen Netzwerke der besser Weg, den Kunden zu erreichen.

Wir haben uns zum Beispiel für 2 zusätzliche Messenger als Kommunikationswege neben den Social Networks entschieden. Probieren Sie es aus und folgen Sie uns bei Telegram oder Pushbullet.

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