Warum man bei Pinterest vorsichtig sein muss

In Netzwerken und im Internet unterwegs zu sein wird für alle – egal ob privat oder als gewerbetreibender/Unternehmen – immer schwieriger. Immer mehr rechtliche Dingen müssen beachtet werden. Man darf nicht mehr alles verbreiten, muss Impressen, Quellen etc. angeben, um sich rechtlich abzusichern und läuft dabei immer wieder Gefahr trotzdem sich eine Abmahnung eines findigen (und windigen) Juristen einzufangen.

Pinterest ist eine – scheinbar seitens dieser Juristen – noch recht unbeachtete Abmahnquelle. Das mag daran liegen, dass viele Posts (Bilder/Grafiken) nicht aus dem deutschen Raum stammen. Um jedoch dem entgegenzuwirken, haben wir uns entschieden, den Account nicht mehr als Unternehmen zu befüllen. Denn hier gilt das Gleiche, wie in allen anderen Sozialen Netzwerken oder auf der eigenen Internet Seite: Man tangiert erheblich die Rechte anderer und läuft somit Gefahr, sich ein nettes Schreiben einzufangen. Wer Bilder oder Grafiken auf Pinterest teilt müsste hier eine Quelle angeben, also mindestens den Link, wo das Bild herkommt sowie die Rechte zur Verbreitung dieser Bilder haben.

Und hier beginnt das Problem! Wenn Sie ein Bild (einfacherheitshalber fassen wir mal gedanklich (Info-)Grafiken unter diesem Begriff mit zusammen) von irgendwo her in Pinterest teilen, haben Sie auf jeden Fall nicht unbedingt das Recht dazu erworben. Zudem können Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit deutsches Urheberrecht nicht einhalten, da Sie weder den Erzeuger dieses Bildes benennen können, noch genau wissen werden, welche Website die ursprüngliche Quelle dieses Bildes ist. Damit liefern Sie sich Abmahnanwälten freiwillig aus.

Wer also Pinterest nutzt, der muss mindestens die ursprüngliche Quelle ermitteln und angeben. Besser ist es natürlich, wenn sich derjenige auch die Verbreitungsrechte für diese Bilder sichert. Oder, und das ist sicherlich der bessere Weg für alle, die dieses Netzwerk nutzen wollen, Sie stellen nur noch Bilder aus Ihrem Haus in das Netzwerk ein.

Um die Rechteproblematik zu umgehen, haben wir uns nunmehr entschlossen unseren Account umzuschreiben (auf Privat!). Dies geht in unserem Fall, weil der Account ohnehin ein „privater“ war, also eigentlich auf eine natürliche Person hätte geschrieben werden müssen, was jedoch damals bei Accountanlage nicht möglich war. Die dort verbreiteten Infografiken sowie die dazugehörende Pinnwand wird sukzessive gelöscht. Ein Inaktivstellen oder nachträgliches Sperren lässt Pinterest nicht zu.

Wenn Sie sich also entschließen, Pinterest als Kommunikationskanal zu benutzen, was unseres Erachtens für etliche Gewerbe / Geschäfte sinnvoll sein kann, dann verbreiten Sie über dieses Netzwerk am besten eigene Bilder. Hierbei können es bei beratenden Berufen selbsterstellte Infografiken sein oder z.B. Einrichtungs- oder Modetipps beim Handel, leckere Gericht von Gastronomen etc. Fremde Bilder verwenden Sie bitte zur eigenen Sicherheit nur dann, wenn Sie die Quelle kennen und die Rechte abgeklärt sind – dabei ist es egal, ob sie aus Pinterest „repinnen“ oder ein Pin aus einem anderen Netzwerk oder der dem Internet auf ihr Pinboard kopieren.

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