Wie lässt sich Sprachkompetenz zuverlässig messen?

Meine Artikelserie „Zahlen und Fakten zum Sprachenlernen“ beschäftigt sich mit Fragen rund um das Lernen von Fremdsprachen:

Mithilfe aktueller Ergebnisse aus Studien und Forschung, sowie meinen persönlichen Erfahrungen aus über 21 Jahren Führung der „Englisch nach Maß GmbH“ möchte ich diese Themen veranschaulichen, Fragen beantworten und eine sachliche Erwartungshaltung für das Lernen von Fremdsprachen schaffen.

Wie lässt sich Sprachkompetenz zuverlässig messen?

Eine ausgezeichnete Basis zur zuverlässigen Messung von sprachlicher Kompetenz ist die international anerkannte Skala des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER).  Der GER definiert sprachliche Kompetenz verständlich und anschaulich.  Dadurch werden Lernziele berechenbar und Lernfortschritte erfassbar und verständlich.

Der GER demonstriert ein Raster das sich über sechs international vergleichbare Niveaustufen ausdehnt. Gemessen werden vier sprachliche Fertigkeitsbereiche (Hören, Kommunikation, Lesen, Schreiben).

Elementar (A1 & A2)

  • Kann einfache sprachliche Strukturen verstehen, wenn langsam / deutlich gesprochen wird.
  • Kann die Kernaussage von kurzen, einfachen, klaren Durchsagen und Mitteilungen verstehen.
  • Kann sich auf einfache Art verständigen.

Selbstständig (B1)

  • Kann die wesentlichen Aspekte von Gesprächen in der Standardsprache verstehen.
  • Kann Informationen zum Arbeitsbereich in Besprechungen im Ganzen verstehen.
  • Kann routinemäßige sprachlichen Situationen bewältigen.

Kompetent (B2-C2)

  • Kann Präsentationen/Berichte/Erläuterungen im Detail verstehen.
  • Kann alle Aspekte des Arbeitsbereichs mühelos verstehen.
  • Hat keinerlei Schwierigkeiten, bei normalem Tempo gesprochene Sprache zu verstehen.
  • Kann sich spontan / fließend verständigen.
  • Kann Gespräche mit Muttersprachlern führen. Ansichten begründen/verteidigen.

Wir raten daher prinzipiell, sämtliche sprachlichen Anforderungen anhand des GER zu definieren. Dies gestattet eine objektive, exakte Erhebung der notwendigen bzw. der schon vorhandenen sprachlichen Kompetenzen für die jeweiligen Arbeitsgebiete von Mitarbeitern bzw. Bewerbern.

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Quellen:

http://linguistlist.org/ask-ling/lang-acq.cfm, Pecchi, Jean Stillwell. 1994.
Child Language. London: Routedge, Bongaerts, T. (2005).
Introduction: Ultimate attainment and the critical period hypothesis for second language acquisition. International Review of Applied Linguistics in Language Teaching, pushtolearn.com, Eaton, S. E. (2012).
How will Alberta’s second language students ever achieve proficiency? ACTFL Proficiency Guidelines, the CEFR and the “10,000-hour rule” in relation to the Alberta K-12 language-learning context. Notos, 12(2), 2-12, www.state.gov/m/fsi/sls/c78549

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